„Mary Blair?“, werden sich nun einige fragen. Sie ist eine von den Persönlichkeiten, deren Arbeit wohl jeder kennt, doch deren Name leider nie wirklich bekannt wurde. Mary Blair ist praktisch die Mutter von Goofy oder Peter Pan, denn sie war eine der erfolgreichsten Zeichnerinnen bei Walt Disney.
Am vergangenen Freitag wäre sie 100 Jahre alt geworden. Mary Blair wurde 1911 in Oklahoma geboren und machte 1933 an der Chouinard School of Arts in Los Angeles ihren Abschluss. Danach startete sie ihre Karriere als Zeichnerin in der Trickfilmabteilung von Metro-Goldwyn-Mayer, ehe sie 1940 in die Walt-Disney-Studios wechselte.
Nach einer Reise mit Walt Disney nach Südamerika entstand der Zeichentrickfilm „Drei Caballeros im Sambafieber“, bei dem Mary Blair das erste Mal die künstlerische Leitung übernahm. In den folgenden Jahren war sie für einige der bekanntesten Disney-Projekte überhaupt verantwortlich: „Cinderella“, „Alice im Wunderland“ oder „Peter Pan“.
Nach „Peter Pan“ verließ sie Disney und machte sich als Grafikerin selbstständig. In dieser Zeit illustrierte sie Kinderbücher, entwarf Bühnenbilder oder Werbekampagnen für Unternehmen. Walt Disney persönlich bat sie die Attraktion „it’s a small world“ für die Weltausstellung in New York 1964 zu entwerfen. Das Fahrgeschäft fand dann seinen Weg nach Disneyland. Für den Bereich Tomorrowland in Disneyland gestaltete Blair zudem einige Wandgemälde.
1978 verstarb Mary Blair und erhielt 1991 postum von der Walt Disney Company die Auszeichnung Disney Legende.
Disney hat sich in letzter Zeit mal wieder seine Klassiker zur Brust genommen und, wie bereits berichtet, den König der Löwen in 3D in die Kinos gebracht. Prompt brach er in den USA alle Rekorde und stellte sogar Hollywood-Stars in den Schatten. Auch der Disney-Film “Die Schöne und das Biest” kann bald in 3D genossen werden, jedoch nur in den eigenen vier Wänden.
Am 10. November erscheint Die Schöne und das Biest in Disney High Definition Blu-ray 3D. Man kann das beliebte Meisterwerk also nun in einer ganz neuen Qualität und Dimension genießen. Das 2 Disc Set beinhaltet den Film nicht nur in 3D, sondern auch in 2D und erfreut natürlich mit jeder Menge Bonusmaterial.
1991 erschufen die Regisseure Gary Trousdale und Kirk Wise einen echten Klassiker und damit einen der beliebtesten Zeichentrickfilme überhaupt. Als erster Zeichentrickfilm wurde er bei den Oscars in der Kategorie „Bester Film“ nominiert und gewann die Trophäe für die „Beste Original-Filmmusik“ und den „Besten Original-Soundtrack“.
Das diesjährige Herbstprogramm im Fernsehen, sowie eine Vielfalt an Neuerscheinungen auf DVD haben erlebnisreichen Zuwachs bekommen. Free-TV-Premieren und deutsche Erstausstrahlungen bieten Kindern, zahlreiche neue Figuren und Geschichten. Vom Vorschulalter, bis hin zu den 13-jährigen Zuschauern, gibt es neue Serien und Filme zu entdecken. Abenteuerlustige Charakteren, spiegeln das wieder, was Kinder lieben. Genau das strahlen die neuen Helden der Free-TV-Premieren “Oktonauten” und “Nimmerland Piraten” aus, welche zu Beginn der Saison anlaufen. Hierbei werden die Kleinsten zum Mitmachen animiert, und haben so das Gefühl inmitten ihrer Helden zu sein. Vorschulkinder dürfen sich auch über neue Folgen mit schon bekannten Gesichtern wie “Timmy das Schäfchen”, “Chuggington – Die Loks sind los!” und “Bob der Baumeister” freuen. Hier wird ein Wiedersehen mit neuen Geschichten sicherlich zum Erlebnis. Doch auch für die anderen Altersklassen gibt es einiges an neuen Folgen. “Zack & Cody an Bord”, “Die Zauberer von Waverly Place” und “Zeke und Luther” sind mit neuen Serien zurück. Doch auch Erstausstrahlungen von “Banana Cabana” und “Zig & Sharko – Meerjungfrauen frisst man nicht”, stehen den ebenfalls zum ersten Mal in Deutschland gezeigten Folgen von “Pair of Kings – Die Königsbrüder” und “Shake it up – Tanzen ist alles” in nichts nach.
Doch auch auf DVD erscheinen zahlreiche neue Filme, die jedes Kinderherz höher schlagen lassen. Disney Fans werden sich über den neuen Film von “Winnie Puuh” sicherlich genauso freuen, wie über die Neuauflage von “Der König der Löwen”, die ab ca. Mitte November im Handel und im Versandhandel erhältlich sein wird. Ebenfalls der zweite Teil eines Filmes kommt mit “Kung Fu Panda 2″ raus. Mädchenträume werden bei “Barbie – Zauberhafte Weihnachten” wahr, und bei “Milo und Mars”, “Fröhliches Madagascar” und “Star Wars Lego: Die Padawan Bedrohung” werden sicherlich auch einige Eltern gebannt mit vor dem Fernseher sitzen.
Es ist einer meiner persönlichen Lieblingsfilme von Disney, da man in ihm nur wenig Kitsch und das übliche leicht schmalzige Liebespaar nicht wirklich findet. „Die Hexe und der Zauberer“ (Im englischen Original „The Sword in the Stone“) basiert auf dem Roman „Der König von Camelot“ von Terence Hanbury White und war der letzte Zeichentrickfilm, der noch zu Lebzeiten von Walt Disney selbst in die Kinos kam.
In den USA konnte man ihn zum ersten Mal Weihnachten 1963 sehen, bei uns gut ein Jahr später zunächst unter dem Titel „Merlin und Mim“. In dem Film geht es im Grunde auf humorvolle Art und Weise um das Heranwachsen des späteren legendären König Arthur.
Arthur ist ein schmächtiges Waisenkind, das bei dem Ritter Sir Ector lebt und für diesen eher ein Dienstbote ist. Von Ector wird Arthur nur „Floh“ genannt. Eines Tages trifft Arthur aus Zufall auf den ziemlich kauzigen Zauberer Merlin und seine Eule Archimedes. Merlin erkennt das Talent des Jungen, zieht mehr oder weniger gegen den Willen von Sir Ector in dessen Burg ein und widmet sich mehr im Verborgenen der Erziehung von Arthur.
In einzelnen Lektionen verwandelt Merlin sich und Arthur in Tiere, wobei am Ende das Duell gegen die böse Hexe Mim steht. Als Sir Ector den Jungen als Knappe seines Sohnes Kay verpflichtet, freut sich Arthur, doch Merlin hält gar nichts davon und setzt sich auf die Bermudas des 20. Jahrhunderts ab. In dem Turnier geht es um die Krone von England, doch Arthur hat Kays Schwert vergessen und sucht verzweifelt nach einem neuen. Dabei zieht er auf einem Kirchhof ein Schwert aus einem Stein und wird damit zum neuen König von England. Eigentlich will er gar nicht König sein, doch Merlin kehrt zurück und überredet ihn zu bleiben…
Wie immer bei Remakes war auch dieses Projekt von Anfang an umstritten: Robert Zemeckis wollte den kultigen Zeichentrickklassiker „Yellow Submarine“ der Beatles aus den 60er Jahren neu auflegen. Doch Disney erteilte dem Projekt nun eine Absage, so dass es zunächst wohl erst einmal auf Eis liegt.
Bereits im kommenden Jahr sollte der Film bereits erscheinen und es waren sogar schon vier Schauspieler für die Beatles gefunden. Zemeckis wollte hier eine ähnliche Animationstechnik wie bei seinem Film „Beowulf“ verwenden.
Grund für die Absage von Disney ist wohl der schlechte Start des aktuellen Zemecki-Animationsfilms „Mars needs Mom“. Mal sehen, ob wir irgendwann doch noch in den Genuss des neuen „Yellow Submarine“ kommen. Robert Zemeckis werden die meisten als Regisseur von Filmen wie „Zurück in die Zukunft“, „Cast Away“, „Der Polarexpress“ oder „Forrest Gump“ kennen.