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Archiv für August, 2010

Disneys „Fantasia“ und „Fantasia 2000“ auf Blu-ray

30. August 2010 Keine Kommentare

Es ist einer der absoluten Klassiker der Zeichentrickgeschichte. 1940 veröffemtlichte Walt Disney seinen dritten abendfüllenden Animationsfilm nach „Schneewittchen und die sieben Zwerge“ und „Pinocchio“.

Es sollte ein Konzertfilm werden, der Musik und Bild auf einmalige Weise verknüpft. Der Erfolg sollte ihm recht geben, noch im selben Jahr erhielt er dafür zwei Ehrenoscars. Im November diesen Jahres kommt „Fantasia“ auf Blu-ray auf den Markt.

Ebenfalls erscheint „Fantasia 2000“, eine Art Revival aus dem Jahr 1999 von Walt Disneys Neffe Roy E. Disney. Bei den Arbeiten daran wurden zudem Bilder und Dokumente über ein geplantes Projekt von Disney und Salvador Dali, das leider nie vollendet wurde, entdeckt. Daraus wurde nun ein sechsminütiger Kurzfilm gemacht, der in voller Länge auf der Blu-ray zu „Fantasia 2000“ erhalten sein wird.

Fantasia setzt sich aus mehreren Zeichentrickfilmen zusammen, die von berühmten Stücken der klassischen Musik inspiriert wurden. Auf den Blu-rays darf natürlich das übliche Bonusmaterial nicht fehlen. Perfekt für das Weihnachtsgeschäft! ;-)

Terminator bald als Zeichentrickfilm?

23. August 2010 Keine Kommentare

Es ist eine Taktik, die ja auch schon gut beim Star Wars Universum bzw. Franchise geklappt hat. Man nehme einen echten Kultfilm bzw. -reihe, entschärfe sie ein wenig in Sachen Gewalt und Co. und bastle sie in eine Zeichentrickserie oder einen Zeichentrickfilm um.

So gewinnt man schnell ein neues Publikum, eine neue Zielgruppe, neue kaufkräftige Kunden und hält den Mythos dabei noch am Leben. Ähnlich könnte dies nun mit der Terminator-Reihe geschehen, denn Arni und Co. soll es angeblich bald auch in einer Zeichentrickversion geben.

Die Rechte dafür wurden bereits gesichert und ein Budget von 70 Millionen Dollar soll bereit stehen. Dies soll ein jüngeres Publikum für Terminator begeistern. Dafür wurde natürlich die Gewalt so weit wie nötig heruntergeschraubt. Die Handlung soll sich am ersten Film orientieren. Wir sind auf das Ergebnis gespannt…

Sauerkraut – Nach einem Buch von Helme Heine

16. August 2010 1 Kommentar

Neulich mussten wir mal wieder an eine bereits etwas ältere Zeichentrickserie denken, die offenbar schon ziemlich in Vergessenheit geraten ist. Ein Grund für uns dies hier zu ändern! ;-)

„Sauerkraut“ stammt aus dem Jahr 1992 und basiert auf dem Buch von Bilderbuchautor und Illustrator Helme Heine. Das Ganze spielt in dem tierischen Dorf „Sauerkraut“. Der Bürgermeister ist ein Schwein, der eigentlich seine meiste Zeit im Wirtshaus verbringt. Dann gibt es da zum Beispiel noch den Dorfpfarrer Vater Spiritus, die 200 Jahre alte Lehrerin Frau Turtel (eine Schildkröte) und den Dorfpolizisten Bodo (ein Hund).

Bodo hat einen Sohn namens Joey. Dieser sorgt zusammen mit seiner besten Freundin Nandi durch Streiche für einigen Ärger im Dorf. Gleichzeitig legen sie aber auch immer wieder dem bösen und raffgierigen Industriellen Bossi (ein berlinerndes Krokodil) das Handwerk. Dudu ist der Außenseiter im Dorf, eine Art Mischwesen, das von allen mit Argwohn und Mitleid betrachtet wird.

Das Tolle an Sauerkraut ist, dass es sich dabei im Prinzip um eine Parodie der Deutschen handelt, was man auch gut an der Sauerkraut-Hymne (siehe unten) erkennen kann. Alle typischen Charaktere eines deutschen Dorfes sind vertreten und dementsprechend sind dann natürlich auch die Probleme.

Es ist eine dieser Serien, die man als Kind schon liebt, und wenn man sie sich dann als Erwachsener ansieht, entdeckt man ganz neue Seiten. Schade, dass sie heute nicht mehr gezeigt wird. Wäre mal wieder Zeit! Auf Youtube gibt es leider auch keine Folge, nur eben die Sauerkraut-Hymne, bei der man unbedingt auf den Text achten muss… ;-)

„Babar, der Elefant“ soll von den Twilight-Produzenten verfilmt werden

9. August 2010 Keine Kommentare

So manch einer wird bestimmt noch gerne an die Zeichentrickserie „Babar, der Elefant“ zurückdenken. Sie basierte auf den Kinderbüchern von Jean de Brunhoff aus dem Jahr 1931 und hat wahrscheinlich, egal ob als Serie oder als Buch, viele durch ihre Kindheit begleitet.

Nun wurde bekannt, dass die Geschichten von Babar als Film umgesetzt werden sollen. Verantwortlich dafür zeichnen sich die Produzenten von Twilight. Naja, solange Babar nicht zum Vampir-Elefant wird, ist alles gut! ;-)

Als kleiner Elefant wurde Babars Mutter von Jägern getötet. Er wächst daraufhin in einer Stadt auf, wo ihn eine alte Dame bei sich aufnimmt und ihm Lesen und Schreiben beibringt. Als junger Erwachsener kehrt er wieder in den Dschungel zurück. Der König der Elefanten ist gerade gestorben und so übernimmt Babar die Regentschaft. Er errichtet die Stadt Celesteville, die er nach seiner Frau Celeste benennt, und bringt den Elefanten bei nach menschlichem Vorbild zu leben.

Bei dem Film soll angeblich die Geschichte von Babars Enkel Badou erzählt werden. Wir sind gespannt!

Betty Boop – Eine Frau wirbelt die Cartoons auf

2. August 2010 Keine Kommentare

Betty Boop ist eine der legendären Zeichentrickfiguren der 1930er Jahre. In Zeiten, in denen das Genre noch viel experimentierfreudiger war als heute, sorgte diese Figur für großes Aufsehen. Betty Boop war die erste weibliche Zeichentrickfigur, die eindeutig eine eigene Sexualität besaß.

Die bisherigen weiblichen Cartoon-Stars waren alle mehr oder weniger geschlechtslose Wesen, die man nur durch entsprechende Kleidung als weiblich erkennen konnte. Ein gutes Beispiel dafür ist Minnie Maus.

Das erste Mal tauchte Betty Boop in der Talkartoon-Reihe „Dizzy Dishes“ (1930) der Max-Fleischer-Cartoons (von Paramount produziert) auf. Hier ist sie noch eine Mischung aus Pudel und Mensch und das weibliche Pendant zu „Bimbo, the dog“. Ihr berühmtes „boop-boop-a-doop“ machte sie aber damals schon.

Im Cartoon „Any Rags“ (1932) wurde sie dann vollkommen zum Menschen, besser gesagt zur Frau. Der erste offizielle Betty-Boop-Cartoon hieß „Stopping the Show“. Immer wieder sorgte Betty für großes Aufsehen und kleine Skandale, denn die Cartoons sind voller sexueller Anspielungen.

Einer der größten Verdienste von Betty Boop ist es aber, dass ihre Cartoons den Jazz einer breiten Masse näher brachten. Die Musik spielte in den Episoden der Fleischer-Brüder eine große Rolle. Die Musik von Größen des Jazz floss immer wieder in die Cartoons ein, wie zum Beispiel Cab Calloways Song „Minnie the Moocher“, der eigentlich die Titelmelodie zum gleichnamigen Betty Boop Cartoon war.

1934 trat in den USA das Production-Code-Zensurgesetz in Kraft und Betty musste längere Kleider und bravere Schuhe tragen und sich züchtiger benehmen. Sie wurde zu einer braven Hausfrau und das Publikum verlor das Interesse, so dass 1939 der letzte Betty Boop Cartoon produziert wurde.

Bis heute hat sie sich jedoch am Leben gehalten, wird immer mal wieder gezeigt und zieht vor allem einen großen Markt an Fanartikeln hinter sich her. Eine wahre Legende des Zeichentrick!