Die Zeichentrickfilme der 90er

1. Januar 2012 Keine Kommentare

Aladdin aus dem Jahr 1992 - flickr.com/Josh McConnell

Nie wieder gab es so viele gute, da handgemachte, Zeichentrickfilme, wie in den 1990er Jahren. Sicher, die heutigen computeranimierten Filme sind auch nicht schlecht, aber sind wir doch mal ehrlich, solche Kinoanstürme wie damals verursachen sie nicht mehr. Aber wehmütig müssen wir deshalb trotzdem nicht werden, denn zum Glück gibt es die Zeichentrickhelden von damals auch heute noch auf Video, DVD und als Aufdruck auf Stofftaschen, T-Shirts, Sweatshirts etc.

Welche herausragenden Trickfilme gab es damals?
Da gab es die “Tiny Toons Abenteuer – Total verrückte Ferien”, von 1992. Mit Speed und Action fegten damals die Looney Tune Babys über die Leinwände und direkt in die Herzen der kleinen und großen Zuschauer. Anschließend folgten noch etliche Folgen im TV und wurden auf so manchem Stoffbeutel verewigt.

Ein absolutes Kinohighlight war auch das Disney-Zeichentrickmammutwerk “Der König der Löwen”, der 1994 über die Leinwände brüllte. Im Mittelpunkt stand natürlich die perfekt erzählte Geschichte um das Löwenbaby Simba, die durch die herausragende Zeichenkunst und die großartigen Musicaleinlagen unvergesslich geblieben sind. So unvergesslich, dass man sie sogar zu einem Musical umfunktioniert hat, welches auch heute noch Tausende Zuschauer mitreißt. Auch Simba und seine Freunde, wie Timon und Pumba, gibt es in unterschiedlichen Motiven auf Stofftaschen gedruckt.

Doch der zeitloseste aller Zeichentrickfilme ist und bleibt “Duck Tales: Der Film – Jäger der verlorenen Lampe” von 1990. Donald Duck und Co. gehören sowieso zu den beliebtesten Zeichentrick Figuren auf der ganzen Welt, da lag es nur Nahe auch einmal einen abendfüllenden Film mit ihnen auf die Kinoleinwände zu bringen und anschließend auch noch als Serie ins Fernsehen.

Die Helden von früher sind auch heute noch aktuell
Egal ob der König der Löwen, die Tiny Toons, Donald Duck oder auch Micky Maus, Sindbad und die Figuren von South Park, alle diese Zeichentrickfiguren sind auch in der heutigen Zeit immer noch bei Kindern und jung gebliebenen Erwachsenen beliebte Motive auf einem Stoffbeutel, Schulranzen, Bettwäsche, und der Kleidung.

„Ronal der Barbar“: Leider an guter Conan-Parodie vorbei

20. Dezember 2011 Keine Kommentare

Wohl alle, die in den 80er Jahren das richtige Alter hatten, kennen die Barbarenfilme dieser Zeit, allen voran „Conan der Barbar“, den der muskelbepackte Arnold Schwarzenegger zum Kult machte. Filme, die wie geschaffen sind, für gute Parodien. Dänische Filmemacher haben sich mit „Ronal der Barbar“ daran versucht und sind dabei leider gescheitert.

Ronal ist das genaue Gegenteil von Arnold Schwarzenegger: Er ist klein, schmächtig und kann nicht wirklich mit der Axt umgehen. Blöderweise bleibt er als einziger übrig als sein Dorf von bösen Horden überfallen wird und viele Gefangene gemacht werden. Er verspricht seinem sterbenden Onkel alle zu retten.

So macht sich Ronal also auf den Weg und bekommt schnell Gefährten: der talentfreie und hormongesteuerte Barde Alibert, die dralle Kämpferin Zandra und ein Elb, der in ganz anderen Sphären unterwegs ist. Zusammen machen sie sich auf um das Böse zu besiegen…

Eigentlich eine gute Grundlage für eine Parodie, nur leider bleiben die Witze flach und sind meist unter der Gürtellinie. Ja, eine nette Geschichte und hier und da auch gute Ansätze, aber es wäre eben eindeutig mehr drin gewesen… Wir warten weiter auf eine gute animierte Conan-Parodie!

„Fantasmagorie“ von Émile Cohl: Zeichentrickfilm von 1908!

13. Dezember 2011 Keine Kommentare

Wer Leute wie Disney und Co. für die Väter des Zeichentrick hält, der irrt sich gewaltig, denn bereits einige Jahre zuvor wurden gezeichnete Figuren dank des Wunderwerks Film zum Leben erweckt. Einen der ersten Zeichentrickfilme überhaupt findet man auf Youtube.

Es handelt sich dabei um das Werk „Fantasmagorie“ des französischen Karikaturisten Émile Cohl. Die Handlung an sich haut einen aus heutiger Sicht natürlich nicht mehr um, jedoch ist die Machweise extrem faszinierend, wenn man bedenkt, dass das Werk 1908 gefertigt wurde!

Cohl legte dafür rund 700 Papierbögen auf einer beleuchteten Glasplatte übereinander. Durch Negativdruck sieht das Ganze so aus als wären die Bilder auf einer Schiefertafel gezeichnet worden. Dies ist durchaus beabsichtigt, da Kreidezeichnungen damals in Mode waren. Die ersten Zeichentrickfilme gab es übrigens auf Jahrmärkten zu sehen. Ein tolles Stück Zeitgeschichte!

Kult ohne Ende: Unsere kleine Farm

10. Dezember 2011 Keine Kommentare

Farmleben

Farmleben - flickr/selkovjr

Die Kultserie „Unsere kleine Farm“ beruht auf der Biografie von Laura Ingalls Wilder, die 1867 im US-Bundesstaat Wisconsin geboren wurde. Die Fernsehserie erzählt in autobiografischer Weise das Leben der Laura Ingalls und ihrer Familie. Mit 60 Jahren begann sie, ihre Lebensgeschichte aufzuschreiben und 1932 wurde das 1. Buch veröffentlicht. Der überwältigende Erfolg des ersten Buches kam überraschend und in den nächsten 11 Jahren veröffentlichte Wilder noch 7 weitere Bücher. Sie alle wurden ein Erfolg.

Dass die Bücher für als Serie der 70er für das Fernsehen verfilmt wurden, war eigentlich eher ein Zufall.
Michael London war bis 1974 noch Hauptdarsteller der ebenfalls weltberühmten Serie „Bonanza“. Nun wurde die Serie nach langer Laufzeit eingestellt und die National Broadcasting Company beauftragte London, einen ebenfalls familienorientierten zweistündigen Fernsehfilm nach den Büchern von Ingalls Wilder zu produzieren.
Von einer Serie war zu dieser Zeit noch keine Rede. Es sollte einfach ein zweistündiger Film werden.
Der Film erzählte von der Siedlerfamilie Ingalls in Amerika während des Bürgerkrieges.
Der Film endete ohne Happy End, die Familie musste ihre Heimat verlassen und woanders wieder neu beginnen.
Das Publikum aber fragte sich, wie das Leben der Familie weiterging. Aus einem Fernsehfilm wurde eine Fernsehserie, die Kultstatus erreichen sollte. Acht Jahre lang konnte das Fernsehpublikum das Schicksal der Familie Ingalls in der Serie „Unsere kleine Farm“ verfolgen.

Michael London war während der ganzen Zeit nicht nur einer der Hauptdarsteller der Serie, sondern übernahm auch während der ganzen acht Jahre die Produktionsleitung. Zudem schrieb er für viele Folgen das Drehbuch und führt oft auch Regie.

Eine Besonderheit gab es bei der Besetzung der Rolle der Laura Ingalls Wilder. 500 Mädchen bewarben sich für diese Rolle, doch Michael London schickte nur einen einzigen Bewerbungsbogen zu den NBC-Studios. Für ihn kam nur die 9-jährige Melissa Gilbert, die sich für diese Rolle beworben hatte, in Frage.
Zu Michael London entwickelt Gilbert in den Folgejahren eine besondere Beziehung. Der wurde ihr Freund und Mentor.

Walt Disney: 110 Jahre

6. Dezember 2011 Keine Kommentare
cc by wikimedia/ NASA

cc by wikimedia/ NASA

Gestern, am 5. Dezember, wäre Walt Disney, den die Welt als einen der Väter des kommerziellen Zeichentricks feiert, 110 Jahre alt geworden. Wer er genau ist, müsste man an dieser Stelle wohl kaum noch extra erwähnen, denn Disney kennt wirklich jedes Kind und das schon über Generationen hinweg.

Geboren wurde Walt Disney 1901 in Chicago. 1927 konnte er seinen großen Durchbruch feiern als Mickey Mouse es auf die Kinoleinwände schaffte. In den Jahren darauf sollten etliche Helden wie Goofy, Minnie Mouse oder Pluto folgen. Donald Duck erblickte übrigens 1943 in „Die kluge kleine Henne“ das Licht der Welt.

1937 kam „Schneewittchen und die sieben Zwerge“ ins Kino und wurde sogar bei den Oscars ausgezeichnet, was damals eine echte Sensation war. So viele Jahre sind die Abenteuer schon alt und immer noch gucken die Kinder Filme wie Dumbo oder Bambi. Der letzte Film, bei dem Disney persönlich mitwirkte was Das Dschungelbuch. Am 15. Dezember 1966 starb er an Lungenkrebs.

Interessant ist auch, dass der erfolgreichste Disney-Film kein Zeichentrick-Streifen ist. Mary Poppins wird heute noch gefeiert und gewann 1965 fünf Oscars, wobei der Film insgesamt 13 Mal nominiert war.

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