Disney hat sich in letzter Zeit mal wieder seine Klassiker zur Brust genommen und, wie bereits berichtet, den König der Löwen in 3D in die Kinos gebracht. Prompt brach er in den USA alle Rekorde und stellte sogar Hollywood-Stars in den Schatten. Auch der Disney-Film “Die Schöne und das Biest” kann bald in 3D genossen werden, jedoch nur in den eigenen vier Wänden.
Am 10. November erscheint Die Schöne und das Biest in Disney High Definition Blu-ray 3D. Man kann das beliebte Meisterwerk also nun in einer ganz neuen Qualität und Dimension genießen. Das 2 Disc Set beinhaltet den Film nicht nur in 3D, sondern auch in 2D und erfreut natürlich mit jeder Menge Bonusmaterial.
1991 erschufen die Regisseure Gary Trousdale und Kirk Wise einen echten Klassiker und damit einen der beliebtesten Zeichentrickfilme überhaupt. Als erster Zeichentrickfilm wurde er bei den Oscars in der Kategorie „Bester Film“ nominiert und gewann die Trophäe für die „Beste Original-Filmmusik“ und den „Besten Original-Soundtrack“.
Don Bluth ist einer der Regisseure im Bereich Zeichentrick der einen maßgeblichen Anteil an der Entwicklung des Trickfilms hatte. Früher arbeitete er bei Disney und setzte sich dort für mehr Ernsthaftigkeit in den Zeichentrickfilmen ein. Später kehrte er Disney den Rücken und machte eigene Filme, in denen sich dieser Effekt sogar noch verstärkte. Oft sterben Hauptcharaktere oder tragische Ereignisse passieren. Die Präzision der Bilder von Bluth ist ebenso wichtig in seinem Werk.
Zu seinen bekannteren Projekten gehört die düstere Geschichte „Mrs. Brisby und das Geheimnis von Nimh“ (1982), die ich als Kind mehr als geliebt habe. Der Film basiert auf dem Buch „Mrs. Frisby und die Ratten von Nimh“ von Robert C. O’Brien. Im Film wurde aus Frisby Brisby, da man markenrechtliche Schwierigkeiten in Bezug auf das Sportgerät Frisbee befürchtete.
Die Feldmaus Mrs Brisby lebt gemeinsam mit ihren Kindern auf dem Feld von Farmer Fitzgibbons. Ihr Mann Jonathan kam ums Leben und so zieht sie die Kinder alleine groß. Hilfe ist ihr unter anderem die mehr als schrullige Tante Shrew und der kluge Mr Ages. Als ihr Sohn Timmy an Lungenentzündung erkrankt, erhält sie eine Medizin von Mr Ages und die Anweisung, dass Timmy sein Bett nicht verlassen darf, da es sonst seinen Tod bedeuten könnte.
Doch genau jetzt soll das Feld umgepflügt werden und Mrs Brisby müsste mit ihrer Familie ihre Heimat verlassen. Die etwas tolpatschige Krähe Jeremy macht sich mit Mrs Brisby auf den Weg zu einer weisen und furchteinflößenden Eule, die ihr rät sich im Rosenbusch an die Ratte Nicodemus zu wenden. Die begibt sich auf den Weg zu den Ratten nach Nimh um ihren Sohn zu retten und steuert dabei in das größte Abenteuer ihres Lebens…
Der Familiensender Super RTL zeigt zum Glück in letzter Zeit am Freitagabend immer wieder echte Zeichentrick-Klassiker. Zu den neueren dieser Sorte gehört sicherlich der Zeichentrickfilm „Charlie – Alle Hunde kommen in den Himmel“ von 1989, den garantiert so manch einer in seiner Kindheit geliebt hat.
Wer gerne in alten Erinnerungen schwelgen möchte oder ihn aber inzwischen seinen eigenen Kindern zeigen will, kann dies an diesem Freitag, den 2. September, um 20:15 Uhr auf Super RTL tun.
Das Abenteuer spielt im New Orleans Ende der 30er Jahre. Der Schäferhund Charlie wird von seinem Partner, der Bulldogge Carface Carruthers, verraten und wird unschuldig gefangen genommen. Auf seiner Flucht wird er von Carfaces Schergen aufgegriffen und stirbt beim Kampf. An der Pforte zum Himmel erhält Charlie eine zweite Chance und darf auf die Erde zurückkehren um die üblen Machenschaften seines ehemaligen Partners zu stoppen.
Zurück auf Erden macht er mit seinem Freund, dem Dackel Itchy, eine Bar auf, die Kunden von dem Casino-Geschäft von Carface fernhalten soll. Zudem lernt Charlie das Mädchen Anne-Marie kennen, die mit Tieren sprechen kann. Doch leider wird Anne-Marie in den Kampf gegen Carface hereingezogen und der kennt keine Skrupel…
Ein wunderbarer Film für die ganze Familie, in dem auch Musik nicht fehlen darf! Charlie wird im Original übrigens von Burt Reynolds und im Deutschen von Harald Juhnke gesprochen.
Der Hype um Comic-Verfilmungen reißt einfach nicht ab und in diesem Zusammenhang begegnen wir auch immer wieder der beliebtesten Fledermaus der Zeichentrick- und Comic-Geschichte. Batman kehrt nicht nur in Filmen mit „echten“ Menschen immer wieder zurück, sondern auch erneut in einigen Zeichentrick-Abenteuern.
Der neue Streifen letzterer Gattung nennt sich „Batman: Year One“ und nimmt uns, wie der Name schon sagt, mit in das erste Jahr von Milliardär Bruce Wayne als Verbrechensbekämpfer. Wie wir wissen, ist aller Anfang schwer und so muss auch Batman erst einmal in seine neuen Aufgaben hineinwachsen und Erfahrungen sammeln.
Während er in die von Kriminalität geplagte Stadt Gotham zurückkehrt um den Tod seiner Eltern zu rächen, tritt auch Lieutenant James Gordon seine neue Stelle in Gotham City an. Auch er muss sich anfänglichen Herausforderungen stellen, bis die Lebenswege von ihm und Batman sich immer weiter verbinden…
In den USA wird „Batman: Year One“ am 18. Oktober direkt auf DVD und Blu-ray erscheinen. Ein genauer Termin für Deutschland steht leider noch nicht fest. Regie führen Lauren Montgomery und Sam Liu. Der Zeichentrick-Film basiert auf einem Comic von Frank Miller, den die meisten von „300“, „Sin City“ oder „The Dark Knight Returns“ kennen werden.
Es ist einer meiner persönlichen Lieblingsfilme von Disney, da man in ihm nur wenig Kitsch und das übliche leicht schmalzige Liebespaar nicht wirklich findet. „Die Hexe und der Zauberer“ (Im englischen Original „The Sword in the Stone“) basiert auf dem Roman „Der König von Camelot“ von Terence Hanbury White und war der letzte Zeichentrickfilm, der noch zu Lebzeiten von Walt Disney selbst in die Kinos kam.
In den USA konnte man ihn zum ersten Mal Weihnachten 1963 sehen, bei uns gut ein Jahr später zunächst unter dem Titel „Merlin und Mim“. In dem Film geht es im Grunde auf humorvolle Art und Weise um das Heranwachsen des späteren legendären König Arthur.
Arthur ist ein schmächtiges Waisenkind, das bei dem Ritter Sir Ector lebt und für diesen eher ein Dienstbote ist. Von Ector wird Arthur nur „Floh“ genannt. Eines Tages trifft Arthur aus Zufall auf den ziemlich kauzigen Zauberer Merlin und seine Eule Archimedes. Merlin erkennt das Talent des Jungen, zieht mehr oder weniger gegen den Willen von Sir Ector in dessen Burg ein und widmet sich mehr im Verborgenen der Erziehung von Arthur.
In einzelnen Lektionen verwandelt Merlin sich und Arthur in Tiere, wobei am Ende das Duell gegen die böse Hexe Mim steht. Als Sir Ector den Jungen als Knappe seines Sohnes Kay verpflichtet, freut sich Arthur, doch Merlin hält gar nichts davon und setzt sich auf die Bermudas des 20. Jahrhunderts ab. In dem Turnier geht es um die Krone von England, doch Arthur hat Kays Schwert vergessen und sucht verzweifelt nach einem neuen. Dabei zieht er auf einem Kirchhof ein Schwert aus einem Stein und wird damit zum neuen König von England. Eigentlich will er gar nicht König sein, doch Merlin kehrt zurück und überredet ihn zu bleiben…