Seit Jahren wird an dem Reboot der einstigen Zeichentrick-Serie „Mighty Mouse“ gearbeitet. Doch in letzter Zeit wurde es etwas stiller um den Film. Nun wurde bekannt, dass neue Autoren und auch ein neuer Regisseur für den Film gesucht werden.
Es scheint sich also langsam etwas zu tun. Mal sehen, ob es mit dieser Besetzung klappt. Schön wäre es, auch wenn noch nicht einmal bekannt ist, in welche Richtung sich der Film entwickeln soll. Es wäre wünschenwert, wenn der doch recht subversive Humor nicht auf der Strecke bleiben würde.
Mighty Mouse, in Deutschland auch als „Oskar, die Supermaus“ bekannt, ist eine Toon-Parodie auf Superman und wurde bereits 1942 vom Studio Terrytoons gezeichnet. Zunächst war Mighty Mouse eine Fliege namens Superfly, doch wurde schnell auf grund des Erfolgs von Mickey Mouse in eine Maus umgewandelt.
Im Laufe der Jahre wurde Mighty Mouse in immer wieder neuen Formen neu aufgelegt. Mal sehen, wie die heutige Version aussehen wird…
Momentan ist Tim Burtons Adaption von „Alice im Wunderland“ in aller Munde bzw. in aller Augen . Alice gehört wohl zu den bekanntesten Stoffen, die am meisten adaptiert bzw. in alle möglichen künstlerischen Formen mit einfließen. Und natürlich gibt es davon auch eine Zeichentrickserie…
Die Serie basiert direkt auf den Kinderbüchern „Alice im Wunderland“ und „Alice hinter den Spiegeln“ von Lewis Carroll und wurde in Japan von 1983 bis 1984 produziert. In Deutschland wurde sie das erste Mal im Oktober 1984 vom ZDF gezeigt.
Alice folgt einem weißen Kaninchen in ein Erdloch und landet im Wunderland, einem Ort voller merkwürdiger Bewohner und zauberhafter Dinge. Dort erlebt sie ein spannendes und kurioses Abenteuer nach dem anderen, wobei man nie weiß, ob das Mädchen das Ganze nur träumt oder ob es wirklich so passiert.
Spätestens seit Michael „Bully“ Herbigs Film „Wickie und die starken Männer“ müssen wir an dieser Stelle wahrscheinlich nicht mehr viel dazu verlieren. Jedoch darf die kultige Zeichentrickserie natürlich nicht auf dieser Seite fehlen…
„Wickie und die starken Männer“ entstammt einer deutsch-österreichisch-japanischen Koproduktion und zählt mit zu den ersten Animes, die sich in Deutschland großer Beliebtheit erfreuen. Zum Teil sind daher auch die Leute dafür verantwortlich, die auch Biene Maja oder Pinocchio realisierten.
Wobei Wickie ja am Anfang eigentlich als Puppentrickserie geplant war. Doch diese Idee setzte sich nicht durch und so zeigt das ZDF die Zeichentrickserie 1974 das erste Mal. Sie basiert auf der Kinderbuchreihe „Vicke Viking“ des schwedischen Autoren Runer Jonsson.
Die Faszination an Wickie ist vor allem das hohe Identifikationspotential, denn Wickie selbst ist nicht wirklich stark und auch ein ziemlicher Feigling, jedoch kann er die Wikingermannschaft um seinen Vater stets durch seinen Verstand aus allen möglichen brenzligen Situationen retten. Am Anfang ist die Mannschaft ihm gegenüber noch ziemlich skeptisch, doch nach und nach gelingt es Wickie durch seine Cleverness Anerkennung zu finden und wird schon fast zu einer Art Maskottchen der mehr oder weniger starken Männer. Einfach nur Kult!
Die Biene Maja ist unumstritten eine der bekanntesten Zeichentrickserien. Sie hat absoluten Kultstatus und wird von den einen leidenschaftlich geliebt, von den anderen gehasst, so wie das mit Kultfiguren eben so ist…
Wohl nur wenige wissen, dass die Serie auf einer Kinderbuchreihe von Waldemar Bonsels, einer der damals bekanntesten Autoren der 1920er, basiert. Inzwischen sind die beiden Werke “Die Biene Maja und ihre Abenteuer” (veröffentlicht 1912) und “Himmelsvolk” (1915) in über 40 Sprachen übersetzt.
Hierzulande ist die Zeichentrickserie aus dem Jahr 1975 aber viel bekannter. Josef Göhlen vom ZDF, der auch den Anstoß für “Wicki und die starken Männer” gab, beschloss die Bücher zu verfilmen und entwickelte zusammen mit dem Zeichner Marty Murphy von Hanna Barbera die erste Skizzen.
Die japanisch-deutsch-österreichische Koproduktion wurde vor allem in Japan produziert. Insgesamt existieren zwei Staffeln Ă 52 Folgen. Figuren wie Flip und Willi wurden übrigens dazuerfunden. Sie gibt es im Buch nicht.
“Die Biene Maja” wurde auf Anhieb ein großer Erfolg. Das Titellied, gesungen von Karel Gott, landete auf Platz eins der NDR-Schlagerparade. Nach Ausstrahlung der ersten Staffel sollte eigentlich Schluss sein, doch das Publikum drängt so sehr, dass eine zweite Staffel produziert wurde.
Die Zeichentrickserie Heidi war sicherlich nicht jedermanns Sache, doch eines muss man ihr lassen: Sie hat sich zum echten Kult gemausert. Keiner, der den Namen nicht kennt, keiner, der nicht sofort die Titelmelodie im Kopf hat.
Die Serie aus dem Jahr 1978 basiert auf den extrem bekannten und erfolgreichen Kinderbüchern “Heidis Lehr- und Wanderjahre” und “Heidi kann brauchen, was es gelernt hat” von Johanna Spyri.
Auffällig ist vor allem, dass sich die Serie ziemlich genau an die Bücher hält. Heidi ist ein Waisenkind (19. Jahrhundert), das von ihrer Tante Dete zum Alpöhi (manchmal auch Alm-Öhi) gebracht wird. Dieser ist zunächst nicht begeistert, nimmt das Kind jedoch auf seiner Alm auf und schließt sie nach und nach ins Herz. Heidi liebt das Leben in den Bergen, wo sie die meiste Zeit mit ihrem Freund, dem Geißenpeter, verbringt.
Doch ihre Tante holt Heidi eines Tages ab und bringt sie nach Frankfurt, wo sie die Gesellschafterin der im Rollstuhl sitzenden Klara sein soll. Sie kommt mit Klara zwar gut klar, doch vermisst sie die Berge immer mehr. Weshalb man sie schließlich auch dorthin zurückschickt…
Die Kinderbücher rund um Heidi gehören zu den erfolgreichsten der Welt und wurden in etlichen Fassungen “verwurstet”. Ins Auge sticht einem sofort das idyllische Bild der Schweiz.