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Artikel Tagged ‘Zeichentrickserien’

Alles Gute William Hanna!

19. Juli 2010 Keine Kommentare

Er ist mit Sicherheit einer der Pioniere des Zeichentricks, obwohl er selbst sich nicht gerne so sah: „Sie nennen doch jeden einen Pionier, der seinen Job seit 1930 macht“. Am 14. Juli wäre William Hanna 100 Jahre alt geworden, daher wollen wir ihm an dieser Stelle noch nachträglich unseren Respekt zollen. ;-)

Während der Großen Depression in den 1930er Jahren versucht William Hanna wie so viele andere auch sein Glück im boomenden Hollywood. Er wird schließlich von den großen Metro-Goldwyn-Mayer-Studios (MGM) für eine Zeichentrickproduktion verpflichtet. Hier trifft er auf den talentierten Cartoonisten Joseph Barbera und zusammen sollten sie Trick-Geschichte schreiben.

Die Zusammenarbeit läuft hervorragend. Hanna entwickelt die Stories und Barbera lässt sie auf dem Papier Wirklichkeit werden. 1940 gelingt ihnen mit „Tom und Jerry“ der ganz große Durchbruch. Über 200 Folgen lang inszenieren sie das wohl berühmteste Katz- und Maus-Spiel der Welt.

1957 schließt MGM seine Cartoon-Abteilung und Hanna und Barbera gründen ihr eigenes Studio. Da der Kostendruck immer größer wird, produzieren sie immer mehr im Akkord und hier und da bleibt leider die Qualität auf der Strecke.

Als 1960 „The Flintstones“ (Familie Feuerstein) geboren wird, haben sie endgültig ihren Platz in der Cartoon-Geschichte gefunden. Serien wie die „Jetsons“ oder „Scooby Doo“ sind heute noch Kult und werden von Jung und Alt geliebt.

17. Internationales Trickfilm-Festival in Stuttgart

12. April 2010 Keine Kommentare

Vom 4. bis zum 9. Mai wird sich in Stuttgart zum 17. Mal alles um das Thema Trick- und Animationsfilm drehen. In sieben Wettbewerbskategorien treten mehr als 500 der derzeit besten Animationsfilme der Welt an. Dabei werden Preisgelder im Gesamtwert von 56.000 Euro vergeben.

Im Zentrum des Festivals steht der Internationale Wettbewerb, wo unter anderem der diesjährige Oscar-Gewinner „Logorama“ gegen den ebenfalls für den oscar-nominierten Kurzfilm „The Lady and the Reaper“, produziert von Antonio Banderas, antritt.

Im Langfilmwettbewerb steht eine deutsche Ikone einer lebendigen japanischen gegenüber: Die Welturaufführung von „Das Sandmännchen – Abenteuer im Traumland“ ist ebenso nominiert wie der neuen Hayao Miyazaki „Ponyo“, aber auch Wes Andersons „Der fantastische Mr. Fox“.

Drumherum gibt’s noch viel Rahmenprogramm mit Größen der Branche und natürlich Trickfilme über Trickfilme. Ein echtes Muss für jeden Fan!

Biene Maja – In einem unbekannten Land…

22. Februar 2010 Keine Kommentare

Die Biene Maja ist unumstritten eine der bekanntesten Zeichentrickserien. Sie hat absoluten Kultstatus und wird von den einen leidenschaftlich geliebt, von den anderen gehasst, so wie das mit Kultfiguren eben so ist…

Wohl nur wenige wissen, dass die Serie auf einer Kinderbuchreihe von Waldemar Bonsels, einer der damals bekanntesten Autoren der 1920er, basiert. Inzwischen sind die beiden Werke “Die Biene Maja und ihre Abenteuer” (veröffentlicht 1912) und “Himmelsvolk” (1915) in über 40 Sprachen übersetzt.

Hierzulande ist die Zeichentrickserie aus dem Jahr 1975 aber viel bekannter. Josef Göhlen vom ZDF, der auch den Anstoß für “Wicki und die starken Männer” gab, beschloss die Bücher zu verfilmen und entwickelte zusammen mit dem Zeichner Marty Murphy von Hanna Barbera die erste Skizzen.

Die japanisch-deutsch-österreichische Koproduktion wurde vor allem in Japan produziert. Insgesamt existieren zwei Staffeln Ă  52 Folgen. Figuren wie Flip und Willi wurden übrigens dazuerfunden. Sie gibt es im Buch nicht.

“Die Biene Maja” wurde auf Anhieb ein großer Erfolg. Das Titellied, gesungen von Karel Gott, landete auf Platz eins der NDR-Schlagerparade. Nach Ausstrahlung der ersten Staffel sollte eigentlich Schluss sein, doch das Publikum drängt so sehr, dass eine zweite Staffel produziert wurde.

Heidi – Vom Roman zur Zeichentrickheldin

15. Februar 2010 Keine Kommentare

Die Zeichentrickserie Heidi war sicherlich nicht jedermanns Sache, doch eines muss man ihr lassen: Sie hat sich zum echten Kult gemausert. Keiner, der den Namen nicht kennt, keiner, der nicht sofort die Titelmelodie im Kopf hat.

Die Serie aus dem Jahr 1978 basiert auf den extrem bekannten und erfolgreichen Kinderbüchern “Heidis Lehr- und Wanderjahre” und “Heidi kann brauchen, was es gelernt hat” von Johanna Spyri.

Auffällig ist vor allem, dass sich die Serie ziemlich genau an die Bücher hält. Heidi ist ein Waisenkind (19. Jahrhundert), das von ihrer Tante Dete zum Alpöhi (manchmal auch Alm-Öhi) gebracht wird. Dieser ist zunächst nicht begeistert, nimmt das Kind jedoch auf seiner Alm auf und schließt sie nach und nach ins Herz. Heidi liebt das Leben in den Bergen, wo sie die meiste Zeit mit ihrem Freund, dem Geißenpeter, verbringt.

Doch ihre Tante holt Heidi eines Tages ab und bringt sie nach Frankfurt, wo sie die Gesellschafterin der im Rollstuhl sitzenden Klara sein soll. Sie kommt mit Klara zwar gut klar, doch vermisst sie die Berge immer mehr. Weshalb man sie schließlich auch dorthin zurückschickt…

Die Kinderbücher rund um Heidi gehören zu den erfolgreichsten der Welt und wurden in etlichen Fassungen “verwurstet”. Ins Auge sticht einem sofort das idyllische Bild der Schweiz.

Und, mochtet ihr Heidi? ;-)

Captain Future

8. Februar 2010 Keine Kommentare

Captain Future ist absoluter Kult, keine Frage, nicht zuletzt aufgrund des genialen Soundtracks. Doch wahrscheinlich auch, weil die Anime-Serie in den 1980er Jahren bei manchen Eltern Protest-Stürme losriss.

Captain Future basiert auf einer gleichnamigen Pulp-Reihe von Edmond Hamilton, die von 1940 bis 1944 in den USA erschien. Bei uns kennen die meisten nur die Zeichentrickserie, die in den 1980er Jahren im TV lief.

Das große Problem dabei war, dass die Serie in ihrem Ursprungsland Japan eher für Jugendliche und Erwachsene gedacht war. Das ZDF zeigte Captain Future jedoch im Nachmittagsprogramm zwischen Heidi und Pinocchio, so dass etliche Eltern Beschwerde einreichten. Ja, sogar in manchen Schulbüchern wurde vor Captain Future gewarnt… ;-)

Über die Handlung könnt man natürlich viel sagen, da im Laufe der Zeit ein ganzes Captain-Future-Universum entstanden ist. Daher hier nur ein kurzer Überblick:

Captain Future heißt mit bürgerlichem Namen Curtis Newton und ist der Sohn der beiden Wissenschaftler Elaine und Roger Newton. Diese wurden von Victor Corvo, einem fiesen Kriminellen verfolgt, und mussten daher auf den Mond fliehen. Dort arbeiten sie daran künstliche Menschen zu erschaffen, die der Menschheit von Nutzen sein sollen.

Mit dabei der alternde Wissenschaftler Prof. Simon Wright, dessen Gehirn vom Körper getrennt wurde und nun in einem Spezialbehälter sein Überleben ermöglicht.

Gemeinsam entstanden der Roboter Grag und der Androide Otho. Kurze Zeit nachdem Curtis geboren wurde, ermordet Victor Corvo seine Eltern. So wird Curtis von Grag, Otho und Prof. Wright aufgezogen. Als junger Mann beschließt er dann das Verbrechen zu bekämpfen und ändert daher seinen Namen in Captain Future…